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Törninfos

Törninfos von FinSail
Für Mitsegler/innen, die einen Segeltörn oder eine Ausbildung machen möchten, sollten drei Dinge wichtig sein.


1. Der Skipper:

Der Ausbilder bzw. Schiffsführer, sollte deutlich mehr Erfahrung haben, als ein Freizeitskipper. Oft ist das nicht der Fall, weil die Meisten Skipper das nicht hauptberuflich, sondern Ehrenamtlich in Ihrer Freizeit machen. Man sollte sich bei der Segelschule immer erkundigen, wer der Skipper (Schiffsführer) ist und wieviel Erfahrung er hat. Bei FinSail ist das leicht auf www.finsail.de unter dem Menüpunkt „Der Skipper“ nachzulesen.

 

2. Die Segelyacht:

Obwohl eine Segelyacht mit Bezug auf das Leben an Bord und Ihrer Segeleigenschaften immer ein Kompromiss darstellt, sollte es in erster Linie Spaß machen mit dem Boot zu Segeln. Hier gehen die Meinungen zwar auseinander, aber in folgenden Punkten sind sich die meisten Segler einig: Gute Segeleigenschaften, Qualität in Bezug auf Funktion und Haltbarkeit der Beschläge und die vorschriftsmäßige Sicherheitsaus-rüstung einer Yacht sind wichtige Punkte bei einer Segelyacht, auf die man achten sollte. Segelt die Yacht dazu noch hoch am Wind und das auch noch schnell, kommt in der Regel bei der Crew Begeisterung auf.
Bei Charter-, aber auch bei Ausbildungsyachten, wird oft bei der Wahl der Segelgarderobe und bei der Qualität der Beschlägen gespart. Die Leinen auf den Winschen oder Klampen halten nicht und rutschen durch oder der Achterstagspanner sowie der Traveler funktionieren so schlecht, dass man Sie bei Starkwind nicht bedienen möchte. Die Sicherheit und erst recht der Spaß am Segeln hört da sicherlich auf, aber die Yachtindustrie geht noch einen Schritt weiter. Materialermüdungen sind schon nach wenigen Jahren überall festzustellen und was nicht benutzt wird (wie Achterstagspanner und Traveler) kann man, wie bei neuen Yachten immer öfters zu sehen, auch ganz weglassen. Im harten Wettbewerb, kann die neue Yacht so noch günstiger angeboten werden.
Auf der „Am Wind“ hat die Crew die Möglichkeit die bewerten Trimmein-richtungen kennenzulernen und auch die Freude am Segeln bei Starkwind zu erleben. Das und auch die hohe Ausbauqualität unter Deck machen die „Am Wind“ im Kojencharter außergewöhnlich.

 

3. Das Fahrtgebiet:

Das Segelrevier sollte so abwechslungsreich sein, das man während der Ausbildung möglichst viel kennenlernen kann. Wie wichtig das ist, merkt man dann, wenn man selber als Skipper in eigener Verantwortung unterwegs ist und man froh ist, dass eine oder andere schon gesehen bzw. erlebt zu haben. Wer im Mittelmeer einen Segelschein macht, ist bestimmt nicht besser auf Seezeichen, Ausweichregeln, terrestrische Navigation, Seefunk oder schweres Wetter vorbereitet, als Jemand der die Nordsee mit seinen Wetterumschwüngen und der Berufsschifffahrt kennenlernen konnte.
Jede Segelreise ist etwas Besonderes. Aber, auf der „Am Wind“ lernt man, wenn man es möchte, auch alles was man für die Ausbildung braucht, kennen. NAVTEX, Radar, AIS Transponder, IPERB, Peilscheibe, Markierungsboje, Sextant Cunningham oder eine Backup - Stromversorgung für Funk und Startbatterie sind aus Kostengründen auf vielen Ausbildungs- und Charteryachten nicht vorhanden. Diese Dinge sind für die sichere Seefahrt dennoch von Bedeutung und jeder Skipper sollte sich klar darüber sein, dass es diese Dinge gibt und selbst entscheiden, ob er in Verantwortung als Skipper mit oder ohne diese Dinge bzw. Wissen in See stechen möchte.
Die „Am Wind“ ist keine gewöhnliche Segelyacht, wie man Sie aus den Großserien kennt. Sie wurde liebevoll in Handarbeit gebaut und verkörpert das Segeln in seiner klassisch, traditionellen, aber auch in der zurzeit modernsten Form. Die „Am Wind“ kann mit einer motivierten Crew sportlich oder auch komfortabel, entspannt mit Selbstwendefock und Elektowinschen gesegelt werden. Der Trend zeigt, dass immer mehr Skipper ihre Boote alleine Segeln, weil die Crew zu wenig Segelt oder oft nicht ausgebildet ist. Auch hier zeigt die „Am Wind“ Ihr Potenzial. Dadurch, dass die Leinen unter Deck zum Steuerstand geführt und die Winschen auch elektrisch betrieben werden können, die Wende mit Selbstwendefock ein Kinderspiel ist, oder der Autopilot durch die Wende steuern kann, kann auch das Einhandsegeln gelernt werden. Wer als Skipper/in sein Boot auch Einhand beherrscht, kann mit gutem Gewissen unerfahrene Segler (Gäste) mitnehmen und anlernen.
Das sollte man wissen, wenn man das Segeln lernt: Wie die meisten Segelyachten, ist auch die „Am Wind“ mit einer Rollfock und einem Lattengroß ausgestattet und die Crew lernt das Segeln so, wie es auf den meisten Segelbooten üblich ist. Der Umstieg von Lattengroß auf Rollgroß ist in der Regel kein Problem, andersherum aber schon. Oft findet die Ausbildung auf Booten statt, die mit Rollgroß ausgestattet sind. Aber, wie beim Auto gilt: Hat man auf Automatikgetriebe gelernt, ist der Schaltwagen oft ein Problem. Der Unterschied Roll- oder Lattengroß wird an Bord der „Am Wind“ ausführlich erklärt.

Durch das Sicherheitszeugnis, ausgestellt vom BG Verkehr, ist die „Am Wind“ als Ausbildungsyacht zugelassen und darf gewerblich genutzt werden. Ein Sicherheitszeugnis bekommt eine Segelyacht nur, wenn Sie alle zwei Jahre von Sachverständigen intensiv geprüft wurde. Die vollständige Sicherheitsausrüstung und die Prüfungen kosten natürlich Zeit und Geld, Private Bootseigner sparen sich diese Kosten und nur selten ist Ihre Ausrüstung komplett oder die Wartungsintervalle werden nicht eingehalten und sind abgelaufen. Mitseglern (auf Ausbildungstörns bzw. Kojencharter gegen Geld) ist immer zu raten sich vor Törnbeginn zu informieren ob ein Sicherheitszeugnis vorhanden ist, weil eine gewerbliche Nutzung einer Segelyacht, ohne Sicherheitszeugnis nicht legal und auch nicht sicher ist. Das Sicherheitszeugnis der „Am Wind“ kann auf www.finsail.de und in den Bootspapieren an Bord eingesehen werden.
Die Wochenendtörns mit der "am Wind" finden auf dem Ijsselmeer bzw. holländischen Küstengewässer statt. Die holländischen Küstengewässer sind eines, wenn nicht das beste Ausbildungsrevier der Welt, weil man dort auf engstem Raum alles vorfindet, was man für die Ausbildung und zum Sammeln von Erfahrungen braucht. Beispiel: Seezeichen, wie Leuchttürme, Fahrwasserbetonnung, Heulboje, Wetternachrichten über den Seefunk und NAVTEX, Berufsschifffahrt, Traditionsschifffahrt, super Infrastruktur für Segler, Schleusen, Kanäle, Seen, Wattmeer, Inselnhopping und Hochseesegeln im Gezeiten- und Strömmungsrevier und nicht zuletzt einen ordentlichen Wind, um den Umgang mit Starkwind zu lernen. 
Ich hoffe, diese Infos helfen Dir wenig weiter. Segeln lernt man nicht an einem Tag. Segeln ist ein Hobby, was nie langweilig wird und das erworbene Wissen über Jahre hinweg viel Freude macht.

Team FinSail