Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.
Segelreisen Holland

Ijssel-,  Marker- Wattenmeer, Kanäle und die Nordsee

Von Land aus kam man die Faszination der holländischen Wasserwelt kaum verstehen. Erkundet man die Gewässer in Holland mit der "Am Wind", dann wir schnell klar, wie gigantisch die Wasserwege in Holland sind. Kaum ist man an Bord der "Am Wind" und schon taucht man ab in eine faszinierende Welt, wo Großsegler aus vergangen Zeiten die Segel setzen und in die weite Welt hinaus fahren. Noch vor Sonnenaufgang legt das Fischerboot neben der "Am Wind" an und verkauft den Fisch für den Tag, der in der letzten Nacht ins Netzt gegangen ist. Einigen von der Crew kommt das am ersten Tag noch unwirklich vor, aber spätestens am dritten Törntag ist man in der Bootswelt angekommen und lebt ein Leben, wie vor 100 Jahren.

Die "Horn", ein Dreimaster mit Liegeplatz im Bataviahafen neben der "Am Wind"

 

KRABBENFISCHER IM WATT, IN DER NÄHE VON TEXEL

 

Logbuch Holland

Erlebe eine Seereise in die Vergangenheit.  400 Plattboote wurden liebevoll restauriert. An manchen Tagen sind mehr Plattboote, als Segelyachten auf dem Ijsselmeer zu sehen. Der Anblick der alten Segelschiffe, die urigen Hafenstädte mit ihren Schleusen und historischen Klappbrücken, versetzen den Besucher in eine vergangene Zeit.

Die jährlichen Überflutungen und Überschwemmungen haben die Menschen in Holland dazu gebracht zwei große Dämme zu bauen. So wurden die Zuidersee, das ursprüngliche Wattenmeer, eingedeicht. Das Meer wurde gezähmt und Ackerland wurde dazu gewonnen. So entstanden das Ijssel- und das Markermeer.  Für Segler ein Glücksfall! So entstanden ganz nebenbei zwei Binnenmeere, auf denen man selbst bei Starkwind noch sicher Segeln kann. Wenn sich auf der Nordsee die Wellenberge auftürmen bleibt es auf dem Ijsselmeer und Markermeer verhältnismäßig ruhig.  

Obwohl, das Ijssel- und das Markermeer nun ein Binnengewässer ist, ist es so groß, dass man auch bei einem zweiwöchigen Törn noch lange nicht alles gesehen hat. Das Ijsselmeer bietet aber noch mehr. Oft ist es nur der Ausgangspunkt und die Reise geht weiter zur Waddenzee, das Wattenmeer zwischen Texel, Vlieland und Harlingen. Über den Texelstrom, gelangt man zur Nordsee und von dort in die Welt.  

 

 

Essen und Trinken:

Holland ist multikulti und International. Selbst in den kleinen Fischerorten am Ijsselmeer hat man die Qual der Wahl. Auch immer zu haben sind Imbissbuden, wo es Fischdelikatessen gibt. Zum Beispiel frischer Kibbeling (frittierte Fischfilets), um nur eine davon zu nennen.     

 

Tierwelt:

Mit ein wenig Glück kann kann man im Watt Robben beim Schwimmen oder beim Ausruhen auf einer Sandbank sehen.  Seevögel, die hinter den Fischkuttern her fliegen und manchmal auch ein Tümmler.

 

Sehenswürdigkeiten

Urige Fischerdörfer, Windmühlen, Alte Dorfkirchen, Klapp- und Drehbrücken und Leuchtürme,

LEUCHTTURM VON URK AM IJSSELMEER 

 

Wetter:

Die Einheimischen behaupten, dass Ijsselmeer macht sich sein eigenes Wetter. Und in der Tat, nicht selten Stürmt und regnet es in der ganzen Region, nur über dem Ijsselmeer steht eine Sonnenloch. Dennoch, das Wetter wird von Tiefdruckgebieten, die von Nord - West in Richtung Osten durchziehen, bestimmt. Wie auf der Nord- und Ostsee ist die Sonne mit  Regen ständig im Wechsel. Die Tiefdruckgebiete bringen aber nicht nur Regen, sondern auch Wind zum Segeln. Windstärken um 6 Bft sind keine Seltenheit. An Bord wird das Wetter jeden Tag analysiert. Die Vorhersagen vom Deutschen- und Holländischen Wetterdienst sind ausgezeichnet. Die Redewendung, "es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung", sollte auch hier beherzigt werden.  

 

 

Schwierigkeitsgrad:

Für Segler mit wenig Erfahrung ist das Ijsselmeer ein ideale Revier. Es wehen die selben Winde, wie an der Nordsee, aber durch die geringe Tiefe im Ijsselmeer (2-m4) durch die geringen Distanzen von Küste zu Küste, auch Fetsch genannt, können sich keine hohen Wellen bilden. Die Ostsee gilt unter Seglern auch als sicheres Segelrevier. Die Distanzen zwischen den Häfen sind kurz, was zusätzliche Sicherheit bedeutet. Wenn schlechtes Wetter aufzieht ist der nächste Hafen oder die nächste Marina nicht weit. Gute Seemannschaft verlangt es wie überall den Wetterbericht einzuholen. Denn hin und wieder wird es auch auf der Ostsee ungemütlich und die Yacht sollte dann besser im Hafen bleiben. Im Punkt Wettervorhersage wird man aber verwöhnt. Die Deutschen- und der Dänischen Wetterdienste liefern zuverlässige Wetterberichte und vor Stürmen wird der Segler rechtzeitig gewarnt. Als Europäisches Seegebiet ist die Ostsee optimal vermessen und betonnt. Untiefen sind besten mit internationalen Seezeichen gekennzeichnet. Da, aber viel Verkehr (Segler und Berufsschifffahrt) auf der Ostsee herrscht, sollte Ausschau gehalten werden.